GAS (Will-haben Syndrom )

GAS (Gear Acquisition Syndrome) ist wie eine Suchtdroge – schon morgens kann es Entzug geben, der sich bis in die späten Abendstunden breitmacht. Mit der Zeit lässt die Zufriedenheit mit einer „normalen“ Dosis nach und man benötigt mehr Input, um das gleiche Maß an Genuss zu erreichen.
Es stellt sich oft eine einfache Frage: „Wenn ich diese neue Kamera-X (Drohne-X) kaufe, wie lange werde ich damit zufrieden sein?“

Nach vier oder fünf Jahren Fotografie – und wahrscheinlich noch viel mehr – geht die Zufriedenheit mit dem damals neuesten Gadget  Richtung dem kritischen Punkt, der besagt, dass es höchste Zeit ist, sich Gedanken zu machen. Ab da ist man wahrscheinlich infiziert und ein GAS-Süchtiger und man benötigt ganz klar eine Intervention.

Als Besitzer einer Nikon D850  behaupte ich, dass ich fünf, sechs oder vielleicht sogar zehn Jahre lang großartige Fotografie damit machen werde (Selbstlob). Amortisiert über fünf Jahre entspricht eine neue D850 heute einem Monatsabonnement von 40 €uro.
Als ich zu Beginn der DSLR-Ära (1999) etwa zwei Dia-Filmrollen pro Monat verbraucht habe, hätten sie in der Vergangenheit etwa umgerechnet 40€ im Monat gekostet (nach Berücksichtigung der Inflation). Das entspricht heute etwa pro Woche einer Pizza. So gesehen – who cares ?

Die Marketingabteilungen der Kamerafirmen würden wahrscheinlich antworten „nicht länger als zwei Jahre, wir haben ja schon vier neue Modelle„. Die Verantwortlichen der Kreditkartenunternehmen würden wahrscheinlich antworten: „Total veraltet, sie müssen eine Neue kaufen.“ Meine bessere Hälfte hat wahrscheinlich die Frage, mit der sie am ehesten richtig liegt: „Warum brauchst du überhaupt eine neue Kamera ?“

Übrigens – Bayla bekommt einen Lachanfall bei diesen Gedanken

 

Fliegt wie eine Erwachsene …

Die DJI Mini 3 Pro . Sie hat ein völlig neues Design, das optimiert wurde, um mehr aus jedem Flug herauszuholen. Mit größeren Propellern, einem aerodynamischen Gehäuse und einer leistungsstarken Hindernisvermeidung ermöglicht das stromlinienförmige Design eine längere Flugzeit und mehr Sicherheit.

Der neu gestaltete Gimbal bietet einen größeren Rotationsbereich für Aufnahmen aus niedrigem Winkel und echte vertikale Aufnahmen und ermöglicht so endlose kreative Möglichkeiten.

Mit einem Gewicht von weniger als 249 g erfordert die Drohne DJI Mini 3 Pro in den meisten Ländern und Regionen keine Registrierung. Durch das geringe Gewicht von unter 250 Gramm hat die Drohne auch ohne C0-Klassifizierung nahezu keine Einschränkungen. Es ist kein EU-Drohnenführerschein für die Drohne erforderlich und auch nach der Übergangsregelung kann die Drohne unbegrenzt in der Kategorie OPEN A1 geflogen werden . Lediglich eine Registrierung des Piloten und ein EU-Drohnenkennzeichen sind für die DJI Mini 3 Pro erforderlich.
Das faltbare und kompakte Design macht es auch einfach, sie bei deiner nächsten Wanderung, beim Hundespaziergang, einem Tag am Meer oder einem spontanen Wochenendausflug im Rucksack mitzunehmen.

 

 

Active Tracking oder Verfolge-mich-Modus

ActiveTrack wertet die Bilder der Kamera live aus und verfolgt eigenständig auf dem Controller markierte Objekte oder Personen. Die Einrichtung selbst dauert weniger als eine Minute und das Tracking funktioniert präzise. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass sich das Objekt vom Hintergrund abhebt.

Die Flughöhe kann jederzeit verstellt werden (minimal 5m über der Take-Off Position, maximal 500m, wobei die meisten Objekte ab einer gewissen Höhe zu klein sind, um erfasst zu werden), auch kann jederzeit per Fernbedienung die Kontrolle übernommen oder die Mission pausiert oder beendet werden.

Kamera/Gimbal

Die DJI Mini 3 Pro ist perfekt für unterschiedliche Lichtverhältnisse. Der 1/1,3″ CMOS-Sensor verfügt über dual-native ISO und unterstützt die direkte Ausgabe von HDR-Video. Jedes Bild wird mit einem höheren Dynamikbereich angereichert, um mehr Details in Lichtern und Schatten sichtbar zu machen.

Die Kamera besitzt die höchsten Standards der Luftbildfotografie mit größeren 2,4 μm Pixeln und einer
f/1.7 Blende. Die Aufnahmen zeigen auch bei schlechten Lichtverhältnissen lebensechte Farben, da mehr Licht zur Verfügung steht. Atemberaubende 4K HDR-Videos und 48 MP RAW-Fotos erzeugen absolut scharfe Bilder, selbst beim Hineinzoomen ,zusätzlich gibt es Zeitlupenvideos in 1080p/120fps.
 

Hindernisvermeidung in 3 Richtungen

 
Die DJI Mini 3 Pro ist zweifellos die bisher sicherste Minidrohne. Ausgestattet mit neuen Sichtsensoren (vorn/hinten/unten) und einem völlig neuen Design bietet sie einen größeren Erfassungsbereich und mehr Sicherheit.
 

Jetzt mit APAS 4.0

 
Das erweiterte Assistenzsystem (APAS 4.0) erkennt Objekte in der Flugbahn des Fluggeräts in Echtzeit. Dadurch kann die DJI Mini 3 Pro auch in komplizierten Umgebungen Hindernissen ausweichen.
 

Überall klare und stabile Übertragung

 
Die DJI Mini 3 Pro verfügt mit DJI O3 über ein Videoübertragungssystem auf Topniveau. Eine zuverlässige 1080p/30fps Live-Übertragung in Entfernungen von bis zu 12 km ist damit gewährleistet. Und die reaktionsschnelle Steuerung mit der neuen DJI RC Fernsteuerung sorgt immer für einen reibungslosen Flug. Die Fernsteuerung bietet eine max. Video-Bitrate von 18 MBit/s bei einer extrem niedrigen Latenz von nur 120 ms.
Echte vertikale Aufnahmen. Blitzschnell per Knopfdruck kann zwischen Hoch- und Querformat gewechselt werden. Der neue Kamera-Gimbal lässt sich um 90° drehen, sodass bei der Bildqualität keine Kompromisse eingegangen werden müssen. Echte vertikale Aufnahmen liefern detaillierte Videos, die sofort für soziale Medien unter Hilfenahme des Quicktransfers verfügbar sind.

Rehkitzrettung mit Drohnen

Zwischen Mai und Juni werden die Rehkitze von den Ricken im hohen Gras gesetzt und abgelegt. Das Ablegen und sich bei Gefahr im Gras Drücken bietet einen guten Schutz gegen natürliche Feinde, aber bei der Mahd ist es ein Problem. Das hohe Gras ist für den Landwirt vom Traktor aus nicht überall einsehbar. Wenn sich das Rehkitz tief duckt, kann es leicht übersehen werden. Wird das Rehkitz nicht rechtzeitig bemerkt, gelangt es meist zwischen die schnell rotierenden Messer des Mähers, wodurch tödliche Verletzungen entstehen.
Durch die Zusammenarbeit und Mithilfe von Landwirten, freiwilligen Helfern und Jägern, können viele Kitze und andere Jungtiere vor den tödlichen Kollisionen bewahrt und gerettet werden. Die Rettung von Jungwild vor dem Mähtod ist angewandter Naturschutz.

Drohnen mit Thermografiekamera

Die speziellen Drohnen sind bestückt mit zwei Kameras – eine Wärmebild-Kamera und eine Live-Cam mit Gimbal. Das Feld oder die Fläche wird im Vorfeld anhand der GEO-Daten (GPS) erfasst und kann dann als Datei in die Drohne geladen werden. Die Koordinaten werden von der Drohne in vordefinierten Bahnen überlappend abgeflogen. Die Videosignale der Thermografie-Kamera werden per WLAN-Signal auf ein oder mehrere Computerbildschirme übertragen.Befindet sich auf der Fläche ein Wildtier, wird es als heller Punkt sichtbar. Die Koordinaten können im Flug abgespeichert werden, um später gezielt an der Stelle zu suchen.In diesem Fall wird näher herangeflogen und mit der Livebild-Kamera nachgeschaut, ob es sich um ein Rehkitz oder eine andere Wärmequelle handelt. Selbst ein Pfahl mit einer Abdeckung erscheint im Bild als Wärmequelle. Die Drohne leitet dann anschließend die Retter zu dem Fundort. Ist die Rettung abgeschlossen, sollte der Landwirt unmittelbar die Mahd beginnen. Beim heutigen Einsatz hatten wir keinen Erfolg, was ja in gewisser Weise positiv ist.

Bilder unseres Einsatzes

 

Endlose Schärfentiefe …

kann nur mit Fokusstacking (Stapel mehrerer Bilder) erreicht werden. Dabei werden mehrere Aufnahmen gemacht, die sich nur in der Lage des Fokuspunktes unterscheiden. Diese einzelnen Fotos werden dann in einer Bildbearbeitung zusammengelegt oder eben “gestackt”.

Ziel ist es ab und zu, in der Landschaftsfotografie eine durchgehende Schärfe vom Vordergrund bis zum Hintergrund zu erreichen. Das klingt zunächst nicht schwer, kann aber bei verschiedenen  Aufnahmesituationen durchaus schwierig werden. Grundsätzlich wird die Schärfentiefe mit geschlossener Blende (z.B. 10-22) kleiner. Man könnte also meinen, das z.B. bei einer Blende von 22 die erreichte Schärfentiefe weit genug ist. Leider wird beim zunehmendem Abblenden insgesamt die Bildqualität schlechter. Deshalb behebt ein Stapel an Bildern mit unterschiedlichen Fokuspunkten dieses Problem. Die Nikon D850 kann bis 300 Bilder in unterschiedlicher Schrittweite des Fokus aufnehmen.

Die hier gezeigten Bilder sind gestackt mit 15 Bildern, 1/125s, Blende 8, ISO 64 aufgenommen und mit Affinity Photo gestackt. Anschließend in Capture One feinjustiert.

 

 

Moos
Moos
Moos

Lochblendensieb auf dem Subjektiv

ist eine Abwandlung des Photonensiebes mit einer Lochblende im Zentrum, welche zum ersten Zonenplattenring korrespondiert. Das Lochblendensieb ist lichtdurchlässiger als das Photonensieb und liegt in der Schärfeleistung zwischen der Zonenplatte und dem Photonensieb.

Es lebe die linsenlose Fotografie! Das Subjektiv-Pancake ist eine Abwandlung des fokussierbaren Subjektivs. Es ist voll und ganz für die linsenlose Fotografie konzipiert und vereint vier unterschiedliche Subjektiv-Aufnahmemodule, die in ein flaches Pancake-Gehäuse eingesetzt werden. Jedes Modul mit seiner ganz besonderen Abbildungsart steht für eine eigene Bildsprache.
 
Ein Beispiel hier ist das erste Bild mit dem Lochblendensieb. Herrlich die Farbpalette im Hintergrund, das zweite Bild ist mit einer Kunststofflinse gemacht.
Subjektiv

Chasing gear …

Hinter was jagen wir eigentlich ständig her ?

Angesichts der Tatsache, wie gut Kameras und Objektive in letzter Zeit geworden sind, bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher, ob ich besserer Ausrüstung hinterher jage oder einer gewissen Ansammlungsgier (GAS). Ständig wird man konfrontiert mit allen möglichen neuen Features. Mehr Dynamikumfang, mehr Framerate, kürzere Blackout-Zeiten, mehr Pixel, schnellerer Autofokus , spiegellose Kameras usw. Wir werden geknebelt mit Marketing Aspekten wie – besser, schneller, dynamischer – gleichzeitig frage ich mich aber, was passieren würde, wenn man all diesen „Will-haben-Symptomen“ nachginge. Verbessert man dadurch seine Fotografie ? Verdient man sofort mehr Geld ? Ist meine bisherige Ausrüstung dadurch unbrauchbar ?
Wir alle kennen die Antwort auf diese Fragen: nein, nein und nochmal nein.

Kaum einer von uns macht aufgrund der anhaltenden Pandemie genau das, was er normalerweise gerade tun würde. Wenn es keine Pandemie gäbe, würden wir vielleicht mehr Reisen, wann und wohin wir wollten. Wir würden Arbeit und Freizeit ganz normal unter einen Hut bringen und Nebenprojekte angehen, wie wir es schon immer taten. Das tun aber derzeit nur die Wenigsten von uns. Dies hat auch tatsächlich dazu geführt hat, dass ich für mich mehr Zeit in meiner Foto Library verbringe, Bilder sortiere, bearbeite oder bereinige und der Meinung bin, so schlecht ist das ganze Equipment gar nicht, obwohl nicht ganz aktuell.

Es erscheint plausibel, dass wir uns momentan in einer Art Parallelwelt bewegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass COVID vollständig verschwindet, ist vermutlich ziemlich gering, daher müssen wir einen neuen Plan entwickeln, wie wir mit diesem Umstand umgehen. Jedes Unterfangen ist mit einem gewissen Risiko verbunden, doch das Virus hat diese Risikowerte so weit zurückgesetzt, dass wir alles neu bewerten sollten.

Fazit für mich
Dies ist ein wirklich guter Zeitpunkt, um neu zu bewerten, was mich zum Fotografieren motiviert und wie ich möchte, dass andere meine Fotos sehen.
Also weiter so …

Experimentelles Fotografieren hat …

kein Anrecht auf Kreativität.

Inspiriert durch einen ins Auge stechenden Background in einer Zeitschrift habe ich spontan den Versuch gemacht, dies auf meine Art nachzuvollziehen.Der Aufbau war relativ simpel, eine Glasvase gefüllt mit Wasser, ein Schuß Erdnussöl (wegen Klarheit) ,ein RGB-Licht von unten und ein Blitz von der Seite. Kein Kabel, nur iPhone und Kamera mit Bluetooth Verbindung.
Über eine App können alle wichtigen Einstellungen verändert werden: Blende, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und vieles mehr. 
Ergebnis – hat was !

Novoflex aus Memmingen kann’s …

Fliegenpilz mit Focus stacking
Fliegenpilz mit Focus stacking
besser als die Chinesen, denn

mein neuer Kugelneiger ClassicBall CB3 II ist eine Klasse für sich. Kein Absacken nach dem Festziehen, ein wahnsinnig geschmeidiger Kugellauf und last but not least kann er auf dem Kopf montiert werden für evt. Panaromafunktionen. Somit kann über die Kugel eine exakte, horizontale Nivellierung, mit Hilfe der im Boden integrierten Libelle, erfolgen. Die Version II ist mit einer entsprechenden 360°-Skalierung ausgestattet. Mein bisheriges Chinateil fristet seinen Lebensabend auf einem Monopodstativ. Die Verarbeitung des Kopfes ist auf höchstem Niveau, eben ein Qualitätsprodukt „Made in Germany„, und er wird direkt in Memmingen gefertigt. Wie geschmeidig sich der Kugelkopf im gelösten Zustand drehen lässt, hängt von der Friktion ab, auch die wird nicht wie bei anderen Hersteller mit einer Feststellschraube eingestellt, sondern mittels dem blauen Einstellring. Der Vorteil ist, dass man die Friktion so stufenweise einstellen kann. Absolut nützlich sind die drei Öffnungen im Kugelhals , die für Hochformataufnahmen vorgesehen sind. So kann ein Schwenk um 180° erfolgen, ohne den Kopf zu verstellen. Super !

Sofort ausprobiert und die Feuertaufe am Wartenberg bestanden. Märzenbecher im Februar ?!
Also alles in allem war er das Plündern der Portokasse wert.

Der Novoflex Kugelneiger ClassicBall CB3 II – der kopfstehende Kugelkopf

• 360° Skalierung am unteren Gehäuserand
• integrierte Libelle zur Nutzung der Panoramafunktion
• drei 90° Hochformat-Öffnungen für den Kugelhals
• jederzeit reproduzierbare und gerastete Friktionsvoreinstellmöglichkeit durch das AFC-System
• absolut keine Positionsveränderung der Kugel bei Feststellung, bauartbedingt durch völlig neue Innenkonstruktion
• komplett fettfreier Lauf der Kugel
• extrem präzise Verarbeitung unter Verwendung hochwertigster Materialien
• Der ClassicBall 3 II wird für Kameraausrüstungen bis 8 kg empfohlen.

Unleashed – Entfesselt Fotografieren

Fliegenpilz mit Focus stacking
Fliegenpilz mit Focus stacking
Unleashed Bluetooth Kamera Steuerung

Vollmundige Marketingdefinition
„Das Unleashed gibt dir volle Kontrolle über deine Spiegelreflexkamera – von deinem Smartphone aus. Es ist die erste SLR Fernsteuerung, die so winzig ist, dass sie mit dem Design der Kamera verschmilzt. Lass das Unleashed einfach immer an der Kamera, es wird dir nie im Weg sein bei dem, was du am liebsten tust: Fotos machen.“

Gesagt- bestellt – getestet und es stimmt tatsächlich. Kein Kabel, nur iPhone und Kamera mit Bluetooth Verbindung.
Unauffällig an der Front an meiner Nikon D850 untergebracht verrichtet das Modul seinen Dienst und bezieht das Lebenselixier aus der Kamera mit vernachlässigterem Stromverbrauch. Ist die Kamera im Standby, geht das Modul Schlafen.Ideal für Stativaufnahmen im Landschaftsbereich, Langzeitbelichtungen, Time laps Aufnahmen, Video etc. Über eine App für Android und iOS können alle wichtigen Einstellungen verändert werden: Blende, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und vieles mehr.
Meine Langzeitaufnahmen von der Brigach (s.unten) sind damit gemacht worden.
Einfach ein feines Teil. Hat mit gefesselt, obwohl es entfesseln soll. Noch ein paar kleine Softwarebugs sind drin, aber mit der Zeit plätschern auch die Updates rein. Alles gut.

Neues Spielzeug für alternde Männer …

Fliegenpilz mit Focus stacking
Lyngdorf TDAI-1120
Digitaler 2-Kanal-Vollverstärker mit RoomPerfect™, Streaming, Roon ready

Das neueste Mitglied der dänischen Lyngdorf-Audio Firma ist der wunderschöne, kompakte Streaming-Integralverstärker Lyngdorf TDAI-1120. Dieses kompakte Gerät bietet ein Höchstmaß an Flexibilität und Eingängen und muss meine in die Jahre gekommene B&O Anlage ersetzen. Dank seiner geringen Stellfläche findet er unter unserem B&O Player Platz. Alle Anwender-freundlichen Funktionen, die man sich wünschen kann, sind mit der bewährten digitalen Verstärkertechnologie von Lyngdorf Audio und der patentierten RoomPerfect™ Raumkorrektur für das ultimative Hörerlebnis gepaart.

Bindet man den TDAI-1120 per WLAN oder Ethernet in ein Netzwerk ein, kann gestreamt werden bis das WLAN glüht.. Mit vTuner ist ein umfangreicher Internetradiodienst mit an Bord, während Spotify mit der üblichen Connect Verbindung genutzt werden kann. Weitere Apps zur Medienwiedergabe lassen sich per AirPlay2 oder dem integrierten Chromecast-Empfänger nutzen. Dazu wird außerdem das Streaming per UPnP unterstützt und letztlich ist der kleine Lyngdorf auch noch Roon Ready zertifiziert. Faszinierend ist die Raumkorrektur, die ich an einem stillen Morgen durchgeführt habe. Sie nimmt Veränderungen im Frequenzgang und dem Timing der ausgegeben Signale vor, so dass Beeinflussungen durch Wände und Möbel bekämpft werden sollen. Dabei wird selbstverständlich nicht nur einfach geraten, sondern aufwendig gemessen. Lyngdorf geht dabei erneut in die Vollen und packt dem TDAI-11200 ein hochwertiges, kalibriertes Messmikrofon, inklusive passendem Ständer bei.

Über einen eigenen Eingang wird das Mikro mit dem Gerät verbunden, woraufhin man mit einer eigenen App den Messvorgang starten kann. Dazu werden etwa zwei Minuten lang unterschiedliche Testsignale (sie klingen wie landende UFOS vorm Haus) von den Lautsprechern ausgegeben, bevor das System eigenständig ein korrigierte Signal errechnet. Dieses ‚Gewobbele‘ ist weder leise noch akustisch ein Genuss. Aber es ist erträglich, wenn man nicht die vorgegebene Lautstärke einstellt , aber letztendlich muss man ja da durch. Unbeteiligte Familien-Mitglieder sollten vielleicht während dieser Zeit mit dem Hund Gassi-Gehen. Bis zu fünf Hörpositionen können dabei als Fokuspunkt festgelegt und auf Wunsch abgerufen werden. Dabei ist ein deutlicher Unterschied in der Soundverteilung zu hören. RoomPerfect analysiert sowohl die Lautsprecher- als auch die Raumantwort (power response). Dafür sind mehrere Messungen an unterschiedlichen Stellen im Raum erforderlich. Je mehr Messpositionen erfasst werden, desto genauer lernt das System den Raum kennen. Ich habe 10 Messpositionen aufgenommen und damit eine Messgenauigkeit von 99% erreicht.

Wie bereits erwähnt, hat Lyngdorf für seine streamingfähigen Komponenten natürlich auch eine App im Angebot. Sehr puristisch aufgebaut beschränkt sie sich im Kern auf ein paar Steuerungsfunktionen, wie Lautstärke, Quellenwahl und Raumakustik-Presets. Alles darüber Hinausgehende bewerkstelligt ein Webinterface. Das ist über die App direkt aufrufbar, kann aber auch durch Eingabe der IP-Adresse im lokalen Netzwerk in jedem Webbrowser genutzt werden. Dort werden dann umfangreiche Einstellungen für die Eingänge, Filter, und für Netzwerke angeboten.Hier kann man sich stundenlang austoben, Probehören, verändern.

Angeschlossen habe ich den TDAI-1120 über den Ausgang Analog Line-out an einen powerlink-switch von almando, der wiederum ein Powerlink-Signal für meine B&O Aktivboxen erzeugt. Dazu wird auch der Triggerausgang des TDAI’s verwendet. Der Loewe bild TV steuert über den HDMI ARC-Eingang am TDAI den Sound. Einfach genial und anwenderfreundlich, denn wenn der TV eingeschaltet wird, erwacht der Lyngdorf und das Kino kann beginnen. Lautstärke wird mit der TV-FS gesteuert.

Fazit:

Es ist vor allem sein ausgewogenes und bis ins Detail gut durchdachtes Konzept, das dänische, puristische Design und die absolute Funktionsvielfalt ,was mir den Lyngdorf nach langer Recherche so sympathisch macht. Er ist klein, hat fast überall Platz, stark und hat alle für mich wichtigen Anschlüsse on board. Die absolute Konfigurierbarkeit lässt kaum Wünsche offen, er hat eine tolle Bedienung mit praktischen automatischen On/Off-Funktionen, eine überdurchschnittlich gute Raumeinmessung und klingt auch noch bestens.

Übrigens : Tipp für exzellenten Kundenservice (Testgerät für zwei Wochen), leider nur tel.Beratung wg Corona bei Hifi Gogler in Freiburg   Meine Bewertung *****  so geht Kundenzufriedenheit bei Hifi Oliver Vogler Freiburg

 

Specifications Lyngdorf TDAI-1120

Description: 2-channel streaming amplifier
Power rating: 2 x 120 W RMS @ 4Ohm / 2 x 60 W RMS @ 8Ohm
Max output current: 30A
Audio specifications: Frequency Response: ±0,5dB from 20 to 20,000 Hz, Total Harmonic Distortion: 0.05% max from 20 to 20,000 Hz THD-N 1w/8ohm 0,04%, THD-N 1w/4ohm 0,04%
Digital inputs (Asynchronous): 2 x Coaxial (≤192kHz/24bit) 2 x Optical (≤96 kHz/24bit) 1 x HDMI eARC (≤24 bit/192 kHz)
Analog inputs: 1 x Phono Single Ended RCA (RIAA / 47kOhm 100pF), 1 x Analog Single Ended RCA (Max level: 4.0V = 0dBFS) 1 x Microphone input (XLR) for RoomPerfect™ calibration
Analog output: 1 x Stereo Analog RCA (75ohm-Max output level 4 Vrms)
EQ: RoomPerfect™, Pre-Equalizer, ICC, 32 x adjustable voicings holding ≤8 filters with adjustable gain and Q
Media player: Internet Radio (vTuner), Spotify Connect, Roon Ready, Chromecast built-in, DLNA Support (uPnP/see DLNA formats), AirPlay2, Bluetooth, Local file playback (USB)
Wireless connections: Bluetooth connectivity, Wi-Fi (802.11 n)
Interfaces: Intuitive input selector, Web-interface for setup and media player, Remote application for IOS and Android, IP control, CEC (HDMI), 1 x trigger input, 1 x trigger output, 1 x RJ45 Ethernet LAN connector, 1 x USB connectors (Type A)
Remote control: Infrared/Bluetooth BLE
Accessories included: RoomPerfect™ microphone, Microphone stand, Microphone cable
Optional accessory: IR remote control, rack mounting kit
Placement options: Freestanding
Dimensions (H x W x D): 10.1 x 30 x 26 cm (including connectors), 3.98 x 11.8 x 10.3 inches (including connectors)
Weight: 3,3 kg / 7.3 lb
Finish: Matte black

 

Fliegenpilz mit Focus stacking